Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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O mei, da geh ich mal wieder ins Kino, nur um einen unsäglichen Film zu sehen:
"Verrückt nach Dir" ist so bodenlos schlecht, vollkommen uncharmant und unromantisch, dass mir "Hangover" im Nachhinein als geschmackvolle Komödie vorkommt.
Den einen Punkt gibt es für einen Gag, der in zweifacher Ausführung das einzige Highlight in dieser Qual war.

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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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Versteh ich Laukel. 
Zwecks Serien: bei Veronica Mars kostet das enorm viel Disziplin, weil's so spannend ist. So krass war das selten.
Von House hab ich das jetzt schon öfter gehört, mir ist das auch aufgefallen - aber gestört hat's mich nicht. Ich hab die Fälle selbst oft recht ignoriert, und die Gaststars sind als Seriengeek eine Freude.
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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O mei, seit Monaten schau ich nur Serien. Aber das muss jetzt besser werden. 
Gekuckt also in der Zwischenzeit:
6 Staffeln House
3 Staffeln Scarecrow and Mrs King
5 Staffeln The Closer
Und natürlich meine üblichen Serien.
Nächste Woche will ich ins Kino. Empfehlungen?
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Thema: Sherlock (2010) |
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Ich war ebenfalls höchst begeistert. Das soziopathische Naturell Sherlock Holmes passt einwandfrei in unsere Zeit. Die Kriminalfälle waren spannend und interessant.
Der Zuschauer folgt Dr. Watsons Perspektive, er dient als Identifikationsfigur mit Fehlern.
Auch visuell äußerst ansprechend.
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Thema: The Blind Side (2009) |
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11.03.2010 22:22 |
Forum: Kino |
Da muss ich jetzt doch nochmal einhaken: ich sehe den Film in der selben Tradition wie den sentimentalen Roman.
Der zielte auf eine vorwiegend weibliche Leserschaft, die vor allem durch Mitgefühl dazu gebracht werden sollte, eine gewisse Einsicht in ein Thema/ ein Problem zu bekommen. Man konnte den Romanen immer vorwerfen, stilistische Schwächen zu haben - und auch die Manipulation an einigen Stellen ist offensichtlich (ob sie das immer für alle war/ist, sei dahin gestellt). Dennoch haben sie oft einen großen kulturellen oder sozialpolitischen Beitrag geleistet. Der berühmteste Roman ist "Onkel Toms Hütte", der meineserachtens der einflussreichste Roman auf die amerikanische Geschichte bis heute war.
Exkurs beendet, zurück zum Film: ich habe Probleme mit dem Term "Gutmütigkeit"; ich kann einen Film auch mit seinen Schwächen sehen, aber trotzdem glauben, dass er a) das richtige will und b) aufrichtig berührt sein von einer Geschichte. Ich wusste übrigens nicht, um was es geht und auch nicht, dass es eine wahre Geschichte ist (bis zum Ende natürlich).
Was die Einschätzung der US-Amerikanischen Stimmung betrifft, kann ich nicht zustimmen und vermute auch undiffernzierte Information dahinter. Ich denke der Film will, wenn überhaupt, die tatsächliche Situation der Bipartisanship überwinden - ein guter und richtiger Ansatz der nichts mit Harmoniesucht zu tun hat, sondern mit produktiver Tagespolitik.
Alles in allem denke ich, das "The Blind Side" genau deshalb von Belang ist, weil er auf unterhaltsame Weise eine Diskussion anregt. Und die Rezeption in den USA beweist das auch.
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Thema: The Blind Side (2009) |
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07.03.2010 23:48 |
Forum: Kino |
Ich habe heute auf den Film in einem Gespräch Bezug genommen, er bietet also durchaus Denkanstösse - vielleicht eben weil man ihn so kritisch betrachten muss.
Ich gebe Dir im Großen und Ganzen Recht, Ho. Aber Berührtsein ist rein subjektiv und daher nicht zu verallgemeinern und auch nicht zu diskutieren. Vielleicht liegt das bei mir daran, dass ich ganz oft zwei entgegengesetzte Empfindungen gleichzeitig habe: ich war jedenfalls voll dabei, obwohl ich das vorgegebene Sentiment erkannt habe.
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Thema: The Blind Side (2009) |
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07.03.2010 11:31 |
Forum: Kino |
Ich versteh nichts von Football. Das mag ein Grund sein, warum mir die Metaphorik des Films ein wenig arg überzogen schien. Ein bißchen hat mich das mit der "he scored 95% in protective instincts" wieder an den Stereotypen des Noble Savage erinnert - aber was für Avatar gut genug ist, kann man einem anderen wohl nicht vorwerfen (Ach ja, ich hab das ja kritisiert...)
Okay, also was wäre jetzt, wenn alle priviligierten Republikaner einen armen schwarzen Jungen (was ist eigentlich mit den Mädchen, da ist im ganzen Film nicht eines !!! aufgetaucht) adoptieren und ihn nachträglich noch mit Ausbildung und Liebe versorgen?
Besser gefragt: was wäre wenn eben jener Junge kein talentierter Sportler wäre, und obendrein auch nicht schlau? Verdient der dann auch noch Förderung? Was ich sagen will: uns allen ist klar, dass die Problematik hier geglättet ist.
Dennoch: mich hat der Film berührt, und das sogar sehr. Das mag vor allem am liebenswerten Spiel Quinton Aarons liegen, der wirklich in seiner Lakonie eine der sympathischten Figuren ist, die das Kinojahr hervorgebracht hat. Sandra Bullock spielt auch. Und vor allem einmal ganz anders (bis auf den Gang) als sonst - kein Nase/Mund-Schnütchen, kein in die Haare greifen - und ein toller Akzent. Und überhaupt, man mag einfach die Figuren, die gerade nicht so flach sind, dass man sie nicht als stupide entworfene Stereotypen empfindet.
Zurück zum Football: wäre das nicht die echte Geschichte eines Footballhelden, ich bezweifle, dass der Film Lob und Aufmerksamkeit bekommen hätte. Irgendwie schafft es John Lee Hancock gerade so die Balance zu halten, dass man dabei bleibt.
Wohl gerade für die krisengebeutelten Staaten genau die richtige Botschaft: wenn wir jetzt zusammenhalten ist der Amerikanische Traum noch möglich. Bullock wird dafür den Stellvertreter Oscar erhalten. Ist halt so.
P.S.: Ich glaube, die erste Schauspielerin die im selben Jahr für Razzie und Oscar nominiert war, und beides gewonnen hat, ist Halle Barry für "Monsters Ball" und dem verdienten Oscar für "Catwoman" (Hihi!).
Korrektur: Oscar 2001/ Razzie 2005.
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Thema: Funny People (2009) |
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04.03.2010 00:57 |
Forum: Kino |
Adam Sandler ist doch ein Guter. "Funny People" ist weniger lustig als vielleicht von manchem erwartet - und lustiger als man meint.
Eigentlich eine kleine Geschichte, die die Psyche des Protagonisten ausleuchtet, ohne freudianisch zu sein.
Einige clevere Einfälle. Kein Muss, aber ein Kann der Film. Und dann ehrlich gesagt ziemlich schnell vergessen.
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Thema: Valentine's Day (2010) |
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04.03.2010 00:53 |
Forum: Kino |
Da stimme ich voll überein. Eins muss ich noch bemeckern: sind wir immer noch nicht alt genug, dass sich die zwei homosexuellen Männer küssen dürfen?
Ich schau wieder "Love Actually", der schafft durch die eine oder andere Episode auch noch ein wenig Tiefgang. Und die Musik war besser.
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Thema: Der "Welchen Film gucke ich heute"-Thread |
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In der Zwischenzeit:
Avatar
Up in the Air
It's Complicated
Julia and Julia
Ghostwriter
Haben Sie das von den Morgans gehört
Sherlock Holmes
Funny People
Hangover
Flawless
Valentines Day
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Thema: Ghostwriter |
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Was ist nur mit dem Kino los? Dasselbe wie mit dem politischen Tagesgeschehen scheint mir - Komplexitätsreduzierung auf der ganzen Linie und wenn man's nicht mehr versteht gibt's einen Bösewicht im Hintergrund, der alle Fäden zieht. So auch hier.
Verschwörungstheorien sind wie Religion: ein Weg sich die Welt zu erklären, die so scheinbar sinnlos von Tragik und Boshaftigkeit durchzogen ist. Nun hat auch Roman Polanski seinen Beitrag hierzu geleistet.
Aus dem sehr langatmigen mit vielen Großaufnahmen Ewan McGregors (Danke! Danke! Danke!) versehenem Film stechen am Ende nur zwei Dinge hervor:
Die Aufzählung der Staaten, die das Kriegsgericht in Den Haag nicht anerkennen, klingt wie eine Neubestimmung der Schurkenstaaten.
Und Ex-Premier Pierce Brosnans Ausbruch über Terrorismusbekämpfung: wenn man an einem Flughafen zwei Check-Ins aufstellte - einen ohne Kontrollen, mit allen bürgerlichen Freiheiten; und einen high security - wo würden die Leute wohl einchecken? Das zeigt gut den unüberbrückbaren Widerspruch von ethischem Handeln/Wissen und persönlicher Angst auf.
Ansonsten war der Film vor allem höhepunktslos und wenig überraschend (auch wenn der Feuilleton anderes behauptet). Ein Grisham ohne Spannung. Der Film kann der eigenen Ernsthaftigkeit mit seiner recht einfachen Auflösung nicht Stand halten.
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Thema: Avatar (2009 |
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04.03.2010 00:34 |
Forum: Kino |
Vorweg sei gesagt: tolle Technik.
Und nun zum Wesentlichen: dem Inhalt.
Ich kann damit gut leben, wenn in einem Popcornfilm der Plot nicht neu ist, und ich die Versatzstücke der Story nebenbei abhaken kann. Und das ist bei Avatar so.
Was mich nervt ist die angeblich revolutionäre Kritik am Amerikanischen Imperialismus. Man kann ja reinlesen was man will, aber alle angesprochenen Themen von Naturschutz über Respekt vor anderen Kulturen bis hin zur Eroberung fremder Länder um der Resourcen willen (übrigens auch keine Erfindung der USA) vertritt der Film hier die Konsensmeinung einer gemäßigten Mitte bis nach Links. Und dann begeht der Film ein paar unverzeihliche Fehler in seiner politischen Korrektheit:
a) der weiße Mann rettet alle
b) die Einheimischen entsprechen doch sehr dem Konzept des "Noble Savage" (siehe Literatur des 19. Jhd).
c) die unheimliche Komplexitätsreduzierung was den Einsatz von Soldaten betrifft. Da werden am Ende die Leute einfach so abgemetzelt, und man soll jubeln? Ich hatte damit ehrliche Probleme. Gerade als Pazifistin finde ich es empörend, am Beispiel einer Pilotin zu behaupten, jeder Soldat hätte ja die Wahl auf welcher Seite er steht und verdiene damit den Tod, wenn er sich falsch entscheidet. Das fand ich schon ekelhaft simplifizierend.
Deshalb auf dieser Seite enorme Minuspunkte. Ausgeglichen wurde das für mich ein wenig durch die nur kurz erwähnte Gesundheitsdebatte (wer kann sich neue Beine leisten). Die eigentliche Revolution ist natürlich die Tatsache, dass man hier einen tatsächlich gelähmten Schauspieler eingesetzt hat... Ach, nee. Doch nicht. War wohl nichts mit dem Humanitarian Award.
Wie dem auch sei: ich war trotz kurzer Momente des Ärgerns über die zweifelhafte Botschaft gut unterhalten, habe sehr mit Neytiri mitgefiebert und mich gerne von der bunten Phantasiewelt einfangen lassen. Nichts für die Ewigkeit, aber wenigstens habe ich nicht "Sink endlich, Du blöder Dampfer" geschrien.
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Thema: Up In The Air (2009) |
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04.03.2010 00:19 |
Forum: Kino |
Der Film besteht einzig und allein dadurch, dass er es schafft, die Wirtschaftskrise auf eine persönliche Ebene zu holen. Der Rest vom Plot ist absolut herkömmlich, die Charaktere sind Typen. Wie von Ho bereits erwähnt, schaffen es nur die Schauspieler, dass man mitempfindet.
Ähnlich wie bei Juno würde ich hier sagen: Viel Lärm um nicht Viel.
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